„Was heißt hier konservativ?“ – Brahms und die Neudeutschen im Licht heutiger Diskussionen über den Fortschritt
Ein Vortrag mit Musikbeispielen mit Wolfgang-Andreas Schultz
Samstag, 12. September 2026 um 18 Uhr im Mahler-Museum
Eintritt frei, Spenden erbeten
Was steckte hinter dem heftigen Parteienstreit in der Mitte des 19. Jahrhunderts? Möglicherweise wird damals Unausgesprochenes erst sichtbar, wenn man es in das 20. Jahrhundert hinein verlängert.
Der Vortrag zeigt auf, was philosophisch in den musikalischen Formen symbolisch verschlüsselt ist und wohin es führen kann, wenn man in vermeintlich „absoluter Musik“ die Töne von ihren Bedeutungen löst. Auch geht es um die Probleme einer linearen Fortschrittserzählung, die das Denken über zeitgenössische Musik immer noch dominiert.
Welche Türen haben sich in der Moderne geöffnet durch die Begeisterung für Mephisto und die Faszination des Bösen? Könnten die problematischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert Brahms‘ scheinbar konservativem Verhältnis zur Tradition erneut Aktualität verleihen?