Mai 8, 2026
Klavierrecital The Landscape of Clara Schumann
Sonntag | 31. Mai 2026 | 18 Uhr
CD-Release-Konzert | Heike-Angela Moser, Klavier
Lichtwarksaal | Neanderstraße 22 | 20459 Hamburg

Heike-Angela Moser, Foto: Christina Körte
Wie ein fein gezeichnetes musikalisches Panorama entfaltet sich „The Landscape of Clara Schumann“: ein Konzert, das historische Resonanzen, persönliche Perspektiven und klangliche Gegenwart zu einem vielschichtigen Gesamtbild verbindet. Die Pianistin Heike-Angela Moser, Nachfahrin Clara Schumanns, widmet sich hier auf besondere Weise dem Erbe ihrer Vorfahrin — nicht als nostalgische Rückschau, sondern als lebendige, künstlerische Auseinandersetzung zwischen Herkunft und Zukunft.
Die Auswahl der Werke spannt einen Bogen vom Barock über die Klassik bis zur Hochromantik und eröffnet ein eindrucksvolles Beziehungsgeflecht jener musikalischen Stimmen, die Clara Schumann umgaben, inspirierten und mitprägten: von Baldassare Galuppi über Franz Schubert, Felix Mendelssohn und Johannes Brahms bis zu Komponistinnen wie Fanny Hensel und Pauline Viardot-Garcia. Heike-Angela Moser nähert sich diesen Klangwelten nicht als musikwissenschaftliche Rekonstruktion, sondern als Erkundung einer inneren Landschaft, die sich im Dialog mit Clara Schumanns künstlerischer Energie entfaltet.
Jüngst hat die Münchner Pianistin Heike-Angela Moser ihr Programm als CD beim Label Coviello Classics eingespielt. Zentrales Element der parallel zum Konzert veröffentlichten Aufnahme ist der Schiedmayer-Hammerflügel von 1859, dessen historischer Charakter und feine Timbrierung das Repertoire in einer selten hörbaren Authentizität erstrahlen lassen. Der Flügel eröffnet eine eigene Erzählung: Er fordert, führt, begrenzt und befreit zugleich — und schafft damit einen Raum, in dem sich die Intimität und Ausdruckstiefe des 19. Jahrhunderts neu erleben lässt. „The Landscape of Clara Schumann“ versteht sich als eine poetische Klangreise, die auch einen neuen Blick auf die Musik und Fanny und Felix Mendelssohn ermöglicht.
Das Konzert ist eine Veranstaltung der Fanny und Felix Mendelssohn Gesellschaft, Hamburg in Kooperation mit der Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten
Reservierung unter peter.krause@hfmt-hamburg.de oder Tel. 040 209494176.
Nov. 3, 2025

An jedem 4. Samstag im Monat bringen jeweils wechselnde PianistInnen für Sie eine gute Viertelstunde lang das historische Tafelklavier („Baumgardten & Heins“ von 1859) zum Klingen, auf dem Brahms unterrichtet und häufig gespielt hat.
Die Vorführung findet um 15 Uhr statt und ist im Museumseintritt enthalten. Reservierungen unter info@komponistenquartier.de oder Tel.: 040-636 078 82.
Aug. 3, 2025
Das Großangelegtes Digitalisierungsprojekt zu Johannes Brahms ist seit dem 1. August online.
Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck macht seine weltweit einzigartige Sammlung zu Johannes Brahms jetzt online zugänglich. Interessierte aus Musikforschung und Musikpraxis bekommen dadurch neue Zugänge zu Brahms´ Leben und Werk. Ob vertiefte Recherche oder neugieriges Stöbern: Das Brahms-Portal macht die Welt des Komponisten durch 43.000 Digitalisate auf innovative Weise erlebbar. Die wertvollen Lübecker Bestände wurden nach neuesten Standards digital erfasst und semantisch vernetzt.
Als Leuchtturmprojekt der Digitalisierung wurde das Brahms-Portal durch das Struktur- und Exzellenzbudget des Landes Schleswig-Holstein und durch die Possehl-Stiftung Lübeck mit 800.000 Euro finanziert. Das Brahms-Portal lädt zu Entdeckungen mit allen Sinnen ein: Es ermöglicht, durch die kostbaren Fotografien, Briefe und Musikhandschriften zu stöbern oder sich virtuell durch die historischen Räume des Lübecker Brahms-Instituts zu bewegen. Dank einer Kooperation mit der Deutschen Grammophon lassen sich alle Werke von Johannes Brahms im Portal in Ausschnitten anhören. Für die Autographen wurden aufwändige Videopartituren erstellt. Weltweit gibt es nur eine Handvoll vergleichbarer Komponistenportale.
Startseite – Brahms-Portal
März 26, 2024
Das Ensemble Resonanz wird mit der Johannes-Brahms-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. Mit der 1928 gestifteten Medaille werden Personen und Gruppen geehrt, die bedeutende Beiträge auf dem Gebiet der Musik geleistet haben und sich insbesondere um die Pflege von Brahms‘ musikalischem Erbe verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wird am Donnerstag, dem 25. April, im Rahmen der Konzertreihe „resonanzen in der Elbphilharmonie“ von Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda zu Beginn des Konzerts im Großen Saal der Elbphilharmonie überreicht.
Prof. Matthias Kirschnereit, Präsident der Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg: „Im Namen der Johannes-Brahms-Gesellschaft Hamburg gratuliere ich dem Ensemble Resonanz sehr herzlich zu dieser traditionsreichen Auszeichnung! Ich freue mich überdies, dass der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg dem Vorschlag unserer Gesellschaft gefolgt ist, dieses innovative Ensemble verdient zu ehren. Nicht nur wird die Johannes-Brahms-Medaille diesmal im Großen Saal der Elbphilharmonie verliehen; die Ehrung erfolgt innerhalb eines Konzerts, bei dem Brahms´ vierte Sinfonie erklingt: ein Rahmen, der würdiger nicht sein könnte.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Hamburg: „Das Ensemble Resonanz begeistert mit seinen neuen Zugängen zu klassischer Musik ein ausgesprochen vielfältiges Publikum weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus. Dank seiner exzellenten musikalischen Qualität, seinem innovativen Profil, seiner Nahbarkeit und einer großen Lust auf verschiedenste Formen von Musik ist das Ensemble Resonanz ein herausragender Botschafter für die Kulturstadt Hamburg. Mit der Verleihung der Brahms-Medaille würdigt der Hamburger Senat jetzt die progressive Arbeit für die Musik auf und hinter der Bühne. Ich gratuliere den Musikerinnen und Musikern genauso wie dem ganzen Team zu dieser hochverdienten Auszeichnung.”
Tobias Rempe, Künstlerischer Manager und Geschäftsführer des Ensemble Resonanz: „Die Auszeichnung mit der Brahms-Medaille ist eine großartige Nachricht. Sie bezieht sich auf Aktivitäten im Hamburger Musikleben, und das bedeutet uns sehr viel. Dass wir als Residenzensemble der Elbphilharmonie und im eigenen resonanzraum auf St. Pauli gleichermaßen ein eigenes Publikum erreichen, ist nicht nur Ausdruck unserer Freude am Neuen sowie an Vielfalt und Breite im Angebot – es erzählt auch viel über das, was in Hamburg möglich ist. Wir sind sehr dankbar dafür.”

© Tobias Schult
Das Programm „BR4HMS”, das fünfte in der Konzertreihe des Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie, stellt den Hamburger Komponisten in den Fokus. Mit seiner Vierten hinterließ Brahms einen sinfonischen Monolithen, streng und monumental, Summe seiner kompositorischen Mittel und Ausdruck radikaler Tradition. Gemeinsam mit ihrem Principal Guest Conductor und Partner in Crime Riccardo Minasi widmen sich die Musikerinnen und Musiker erstmals dieser Partitur und präsentieren eine Interpretation in der gemeinsam entwickelten, zupackenden Klangsprache, mit der sie bereits mit den Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart internationale Erfolge gefeiert haben. Im Konzertprogramm des Ensembles trifft Brahms’ Vermächtnis auf dramatische Atmosphäre in Pietro Locatellis „Sinfonia Funebre” sowie auf die berühmte Konzertkantate „La Mort de Cléopatre” von Hector Berlioz – mit der französischen Sopranistin und Berlioz-Spezialistin Véronique Gens.